Rasse: Mischling
Geschlecht: männlich
Alter: ca.2,5 Jahre (geb. Ende 2017)
Größe: 48 cm 17 kg
Kastriert: ja
Katzenverträglich: ja

Aufenthaltsort: Deutschland

Hallo Welt

Man nennt mich Arnold.      

       

Nur ganz kurz zu meiner Vergangenheit / Herkunft , denn diese möchte ich hinter mir lassen, möchte vergessen was war und nur noch in die Zukunft blicken. Also, ich komme aus Ungarn, wo ich etwa zwei Jahre meines kurzen Lebens in einem kleinen, privaten Tierheim verbrachte. Toll ist das nicht, dass könnt ihr mir glauben, aber es war trotzdem gut. Klingt komisch? Nun ja, es ist so: Ich wurde von ein paar gaaanz lieben Menschen quasi gerettet
Und zwar aus einem Zigeunerdorf. Da ging es mir überhaupt nicht gut. Ich hatte alle Mögliche, kleine, äußerst lästig Tierchen auf mir wohnen. Das war echt übel, denn die beißen einen ständig. Das juckt ganz doll und tut auch arg weh.
Vor lauter Verzweiflung habe ich mich ständig gekratzt und auch versucht die blöden Viecher wegzubeißen. So doll, dass ich heute ein paar unschöne Naben habe. Aber was hätte ich tun sollen? Mein Weinen wurde von den Zigeunern ja nicht gehört, ich war denen völlig egal. Da gab es auch kaum etwas zu essen, kein kuscheliges Bettchen, wenn es draußen regnet, - nichts außer schlechte Behandlung. Gott sei Dank bin ich dann irgendwie zu Eva und ihren Mann gekommen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das genau war, das ist schon ne Weile her und es war alles so aufregend.
Nun war ich also in Sicherheit. Endlich konnte ich dieses blöde Ungeziefer los werden. Es gab auch genug zu fressen. Ja, zugegeben, ich habe etwas zu viel in mich hineingefuttert. Aber nicht ohne Grund. 1. konnte man ja nie wissen, ob es morgen auch wieder was gibt. 2. wusste ich vor Langeweile oft nichts anderes zu tun und 3. war es sicherlich auch der Frust.
Ich meine, ich saß echt lange da in dem Tierheim. Viele Hunde habe ich kommen und gehen sehen, es wurde gemunkelt, dass die Hunde, die gehen durften, in ein super tolles Zuhause reisen. Wo es ganz liebe Menschen gibt, die ganz viel Zeit für uns haben, wo es immer genug zu futtern gibt, wo man nie wieder frieren muss, wenn es regnet, stürmt und schneit.
Sicher, es gibt Hunde, die noch länger wie ich im Heim sind. Manche haben es schwer ein Zuhause zu finden, weil sie irgendwie anders sind. die haben z.B. nur drei Beine, oder ganz krumme Füße, andere Hunde sind auf einen Rollstuhl oder teure Medizin angewiesen. Da trauen sich viele Menschen nicht ran. Obwohl die Hunde auch ganz dufte Typen sind, glaub mir, ich habe sie kennen gelernt.
Aber, wie gesagt, als ich in das Heim kam, war ich doch noch fast ein Baby und trotzdem hat es bei mir soooo lange gedauert, bis ich in den Bus einsteigen durfte. Endlich sollte auch ich die Welt da draußen kennen lernen dürfen.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Welt so groß ist. Man, was hat die Fahrt lange gedauert. Als ich ankam, war ich fix und fertig. Ich musste ganz doll Pipi machen. Und nun saß ich da, angebunden in einem kleinen Innenhof mit Rasen.
Hm. - Egal, ich war so müde von der langen Fahrt.
Und dann kam da noch eine Frau, die unterhielt sich mit der ~ Heike, heißt sie glaube ich. Heike ist die Frau, die mich hier in Empfang genommen hatte.
Wie immer, wenn Menschen miteinander reden, verstand ich auch diesmal nur blabla. Doch dann regte sich was, man zog mir ein schickes Halsband und ein genauso schönes Geschirr an. Wie ich soll mitkommen? Ne, ich wohn hier jetzt! Aber die Frau nimmt mich auf den Arm und bringt mich zu einem Anhänger mit Boxen. Der riecht nach Hund. Okay, mir soll alles recht sein, nur nicht wieder ins Heim.
Die zweite große Fahrt beginnt.
Zwischendurch stoppt das Auto und die Frau öffnet die Tür zu meiner Box. Und dann sind da zwei Hunde, die stecken ihre Nasen bei mir durch das Gitter und sagen freundlich Hallo.
Dann geht die Fahrt weiter. Gut, dass hier im Anhänger Licht ist, es gibt frisches Wasser und permanent frische Luft. Draußen ist es nämlich ganz schön warm.
Nach einer ganzen Weile halten wir wieder.
Wir scheinen am Ziel zu sein, denn diesmal steigen nicht nur die beiden Hunde Capo und Boo aus, ich soll auch raus.
Anfangs habe ich mich, im Haus, nicht getraut mich zu bewegen. Der Boden unter meinen Füssen war so glatt und fühlte sich so eigenartig an. Aber, dann habe ich mir gedacht, wenn die anderen beiden Hunde hier laufen können, dann kann ich es auch.
Anfangs habe ich auch mal ins Haus gepinkelt. Das lag aber daran, dass ich mich anfangs nicht traute im Haus zu laufen. Ich stand da und - da ist es dann passiert. Und dann, dann wollte ich ja raus. Aber es war keiner da, der die Tür aufmacht und ich habe es nicht geschafft. Und ewig halten konnte ich es auch nicht. Das heißt, der Mann, bei dem mein eigenes Bettchen neben dem seinen steht, war ja da, aber der schlief oder hat mich nicht verstanden. Und die Frau, die mich abgeholt hat, die geht abends mit Capo und Boo weg. Wobei ich mir sicher bin, dass die noch im Haus sind, das ist nämlich recht groß und ich habe nie gehört, dass die wegfahren und das Auto mit dem Anhänger für uns Hunde, steht auch immer noch da. Anfangs habe ich dann gaaanz lange und gaaanz laut geweint. Ich wollte, dass zu mindest die Hunde, dass Capo und / oder Boo dableiben. Aber es hat nicht geholfen. Nachts bin ich mit dem Mann alleine und allmählich gewöhne ich mich daran, ich muss immer weniger weinen, wenn sie gehen.
Egal, morgens kommen alle drei wieder und das freut mich unwahrscheinlich.
Ich vertrage mich mit den anderen beiden Rüden nämlich echt spitze. Capo ist wie ich kastriert, Boo (der glückliche) nicht. Er kommt auch aus dem Ausland, Italien glaube ich. Aber ich freue mich auch über die Frau die da kommt. Die macht uns nämlich immer unser Fressen fertig.
Und das ist richtig lecker, mein Fell fängt auch an etwas zu glänzen.
Was aber bestimmt nicht nur an dem guten Futter liegt. Ich werde gaaanz viel gestreichelt und gekrault und gebürstet. Mal von dem Mann, mal von der Frau und manchmal auch von Leuten die zu Besuch kommen. Solange die nett sind, stören die mich nicht. Mich stören auch so Sachen wie Gewitter nicht. Oder ganz schnelle Autos mit blauem Blinklicht, die gaaanz laut Tatütata machen (Solange die vorbeifahren, wenn ich im sicheren Haus bin oder zumindest im Garten, interessieren die mich nicht) Capo und Boo bleiben da ja auch ruhig. Wie bei diesem komischen Ding, was im Haus an der Wand hängt und wo abends Stimmen rauskommen und Bilder, die sich bewegen. Was ich nicht versteh ist, dass die anderen beiden immer mit diesem seltsamen, heulenden Ding kämpfen, was die Frau manchmal hervorholt. Da ist ein ganz langer Rüssel dran, mit dem Staub und unsere Haare und so weiter aufgesaugt werden. Nicht das ich vor dem Ding Angst habe, aber kämpfen muss ich damit auch nicht.       
Eigentlich finde ich inzwischen, alles in Haus, Hof und Garten ganz normal, nichts was mir Angst macht. Womit ich noch zu tun habe, ist wenn wir spazieren gehen. Capo und Boo finden das ganz toll, ich bin mir da noch nicht so sicher. Schnelle Menschen und vor allem die vielen Autos, je größer und lauter, desto schlimmer finde ich die Dinger. An die muss ich mich echt noch gewöhnen. Aber das tu ich noch. Die Frau ist da immer ganz ruhig und lieb. Wenn ich an der Leine hinter ihr her trotte und mich dann erschrecke, weil wieder so ein Auto kommt, dann bleibt sie auch kurz stehen ohne zu schimpfen oder mich weiter zu zerren.
Capo und Boo bellen manchmal, wenn im Hof eine Katze ist, oder wegen der Hühner. Das verstehe ich nicht, die anderen Tiere wollen doch auch nur ihre Ruhe. Ich lasse sie sein. Die Beiden jagen sich auch manchmal kreuz und quer durch den Garten oder kämpfen, scheinbar zum Spaß miteinander. Boo hüpft auch von Zeit zu Zeit um mich herum als wolle er mir irgendetwas sagen, aber verstehen, tu ich ihn nicht. Aber das kommt sicherlich auch noch, ich habe ja noch ganz viel Zeit zu lernen.
Nur eine Sache ist da noch.
Weißt du, lieber Leser, liebe Leserin, warum ich das alles erzähle?
Die Frau - sie heißt übrigens Jenny und der Mann, das ist ihr Papa, der heißt David, also die beiden sind nur meine Pflegeeltern. Capo und Boo gehören voll und ganz zur Familie, aber ich bin hier leider nur, bis ich auch meine eigenen Eltern gefunden habe. Das ist einfacher von Deutschland aus als von Ungarn aus. Und ich kann hier schon viele Sachen (kennen)lernen. Außerdem lernen die Menschen mich besser kennen und können Dir, wenn ich dir gefalle und Du mich kennen lernen willst, schon was über mich erzählen. Das macht vieles leichter. Wenn Du also auf der Suche nach einem super tollen und lieben Hund bist, hier bin ich.

Alle unsere Hunde sind natürlich geimpft und gechippt mit EU-Pass!

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